Anmeldestatistik Jugend forscht 2007
In Hessen Rückgang um 22 %: Teilnehmerzahlen (incl. Schüler experimentieren) Chemie 64, Geo- und Raumwissenschaften 12, Physik 49, Technik 36
Jugend forscht auch 2007 mit sehr hoher Beteiligung
Erneut über 9000 Anmeldungen bei Deutschlands bekanntestem
Nachwuchswettbewerb
Jugend forscht kann sich wieder über eine herausragende Beteiligung freuen.
Für die 42. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
haben sich insgesamt 9121 Jugendliche angemeldet. Das sind bundesweit
die zweithöchsten Anmeldezahlen seit der Gründung 1965. Im Vorjahr
verzeichnete der Wettbewerb insgesamt 9603 Anmeldungen.
Fünf Bundesländer melden eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Beteiligung:
An erster Stelle liegen dabei Berlin mit einem Plus von rund
12 Prozent und Rheinland-Pfalz mit einer Steigerung der Anmeldezahlen
um knapp 8 Prozent. Weiterhin erreichten Baden-Württemberg und Niedersachsen
das Ergebnis des Vorjahres. Der Spitzenreiter unter den sieben
Jugend forscht Fachgebieten ist auch in der 42. Wettbewerbsrunde wieder
Biologie mit knapp 25 Prozent aller Anmeldungen; es folgen die Fächer
Chemie mit fast 20 Prozent und Technik mit rund 16 Prozent. Der Anteil der
Mädchen liegt unverändert bei mehr als 37 Prozent.
„Die hohe Beteiligung in der 42. Runde freut uns außerordentlich“, sagt
Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht
e. V. „Die im Vorjahresvergleich leicht verringerte Beteiligung um 5 Prozent
führen wir unter anderem zurück auf die Einführung des achtstufigen Gymnasiums
und der Ganztagsschule. Dadurch verfügen gerade viele ältere
Schüler über weniger Zeit für außerschulische Aktivitäten wie die Teilnahme
an Wettbewerben. So erklärt sich der Rückgang der Anmeldungen in der
Sparte ‚Jugend forscht’ um gut 14 Prozent gegenüber 2006“, sagt Dr. Krautkrämer-
Wagner. „Zugleich belegt die Zunahme der Anmeldungen in der
Sparte ‚Schüler experimentieren’ um knapp 6 Prozent, dass Initiativen wie
Schülerlabore und Kinderuniversitäten einen nachhaltigen Effekt entfalten
und bei jüngeren Schülern das Interesse an Jugend forscht wecken. Dieser
Trend stimmt uns optimistisch. Trotz allgemein rückläufiger Schülerzahlen
erwarten wir daher in den kommenden Jahren weiterhin eine rege Beteiligung
am Wettbewerb.“
Die jungen Forscherinnen und Forscher treten ab Ende Januar zunächst auf
einem der bundesweit 68 Regionalwettbewerbe an. Dort präsentieren sie
insgesamt 4626 Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Die Besten qualifizieren
sich für die Landeswettbewerbe im März und April. Den Abschluss
der 42. Runde von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 17. bis
20. Mai 2007 in Hamburg – gemeinsam veranstaltet von der Stiftung Jugend
forscht e. V. und der Beiersdorf AG als Bundespatenunternehmen.